Montag, 31. Dezember 2012

Bilder im Kopf

"In einem schwarzen Fotoalbum mit einem silbernen Knopf, bewahre ich alle diese Bilder im Kopf / Ich weiß noch damals als ich jung und wild war im Block, ich bewahre mir diese Bilder im Kopf."

Endlich ist eine Anspielung auf zeitgenössische Musik in diesem Blog angebracht! Quasi zum Abschluss des letzten Jahres wollte ich nämlich noch zumindest ein Foto in den (das?) Blog stellen, das mein Bild von Lohr prägt. Ich hatte schon überlegt, es unter der Überschrift "smoke on the water" online zu stellen, aber das habe ich dann doch gelassen. Hier also der Grund, warum ich Lohr gerne als Nebelloch bezeichne:

So sieht Lohr im Herbst aus... und auch im Winter. Man hat hier freien Blick auf unser Werk, das Rathaus, die Kirche, den Main... wenn da nicht dieser Nebel wäre. Wäre Lohr spannend, so würde aus der Suppe jetzt wenigstens ein riesiges Monster auftauchen, dass meinen X-Fighther verschluckt... ist es aber nicht. Die einzige Gefahr ist, dass man jeden Morgen nichts sieht, man schon viel früher kratzen muss und man vor Langeweile eingeht. 
Das Foto habe ich übrigens aus unserer Zentrale gemacht, die (wie man sieht) mitten auf einem bewaldeten Hügel steht. Falls es wen interessiert: Ich wohne auf der Rückseite von dem Hügel, der von links den Nebel zerteilt. Sendelbach, a.k.a. das Beverly Hills von Lohr. Es ist zwar weder so sonnig, noch so schön, noch so exklusiv noch so... es ist eigentlich überhaupt nicht wie Beverly Hills, aber es liegt auf einem Hügel. Mehr braucht es für den Vergleich scheinbar nicht. Wobei wirklich alles in der Gegend auf einem Hügel liegt. Ich wollte aber mit dem Markler nun auch nicht diskutieren. Aber damit wäre ich immerhin in der Society von Lohr angekommen, was ich in Wiesbaden noch nicht geschafft habe. Ein vorzügliches... äh verzichtbares Gefühl.  
Man merkt vielleicht, dass ich mich, obwohl ich nun quasi ein halbes Jahr dort lebe, noch immer nicht richtig mit Lohr angefreundet habe. Ich habe eine Vorahnung, dass es auch im nächsten Jahr so bleibt. 

Damit sind wir ja schon im Rückblick-Modus. Was bleibt also von 2012? Jobwechsel: War in Ordnung. Halber Umzug: Musste halt sein. Surfen: Es war ein Versuch wert. Mexiko: Immer eine Reise wert. Geburtstag: Nächstes Jahr werde ich wohl nicht noch mal drum herum kommen. 
In Summe also ein eher unspektakuläres Jahr. Ich denke ein Weltuntergang vor meinem 29ten hätte das herausreißen können, aber daraus ist ja bekanntlich auch nichts geworden. In meinem atztekischen Wandkalender war der aber auch gar nicht vermerkt... 

Vielleicht noch eine Anekdote zum Abschluss. Ich wurde nach dem ersten Gespräch vom Niveau und der Schublade her von einer Frau bei "unterste Schublade Schuhschrank bei den Sportschuhen" eingeordnet. Best first impression ever! Sie hatte bewusst das ganze Kellergeschoss ausgeschlossen. Ich sehe hier eine klare Tendenz nach oben und werde weiter daran arbeiten, es nach oben zu schaffen. Ich habe gelernt, dass das unterste Niveau im Kleiderschrank die Jeans (weil Standardteile) sind. Das klingt für mich nach einem fairen Ziel für einen ersten Eindruck: Standard. Nur bitte nicht zu den Modejeans... 

Ich sehe hier eine gewisse Reife aufkommen, die ich bis zum 30sten Geburtstag noch unbedingt unterdrücken muss. 2013 muss also legen... wait for it... dary werden. Wobei Barney auch mit über 30 noch relativ gut drauf ist. Wie auch immer: Falls wieder jemand vorhat, einen Urlaub in Spanien mit billigem Sangria in noch billigeren Hostels mit durchgelegenen Betten zu machen: I'm in! Wobei... Malle ist ja eh schon gebucht. Weitere Ideen? 
Wenn nicht würde ich gerne noch die Arbeit so weit bekommen, dass ich ein Licht am Ende des Tunnels sehe und dann einen Segelschein machen, damit ich übernächstes Jahr wieder beim Segelrennen mit meinem Vater machen kann. Rum ahoi! Das sind aber eher Dinge, die ich vor dem 40sten erledigen muss. 

Ich habe die Liste mit guten Vorsätzen für nächstes Jahr daher bewusst kurz gehalten und bin auch keine Risiken eingegangen, dass ich etwas nicht erfüllen kann.

Things to do before I turn 30:
Neue Ski kaufen.
Etwas mehr in diesen Blog schreiben.
Thomas zwingen, den Blog zumindest einmal anzuschauen. 
Minimum ein Eintracht-Spiel besuchen.
Einmal eine gute Geburtstagsfeier selbst organisieren (it's on... it's so on!). 
De libbe Godd ei gude Mensch sei lasse und dess Lebbe geniese.

In diesem Sinne: Guten Rutsch!

2 Kommentare:

  1. Sodele - traumhafter Beitrag und jetzt endlich ein Kommentar :) Das Kommentieren ist nicht mit Safari möglich und Google will mich zwingen ein Google+ Konto anzulegen...gnarf!!

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  2. Damit ist ja das erste to do schon erledigt. Das Jahr beginnt gut. :)

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