Woher kommt dieser Ruf? Liegt es vielleicht daran, dass man schon am Flughafen auf 200 Meter Entfernung erkennt, an welchem Gate die Touri-Bomber abfliegen? Fußballmannschaften im Trainingsanzug, Gruppen mit Strohhüten, kurze Hosen und T-Shirts im Winter (ich denke man darf bei diesen Temperaturen noch von Winter sprechen) sowie Familien mit Kinder, denen man jetzt schon anmerkt, dass aus denen nichts mehr wird. Es kann auch daran liegen, dass die Condor mit dem Alkoholverkauf an Board (Abflug 05:50.... also nicht 17:50 Uhr) wahrscheinlich mehr verdient, als mit dem Flugticket. Oder auch daran, dass sich einfach alle nach unten anpassen. So hat auch die Crew uns gleich auf unserer Ferieninsel Palma de Mallorca begrüßt. Übrigens: Landung ohne Applaus. Sic!
Ich füge mich da ja sonst gerne nahtlos ein, aber ich war müde und wollte einfach nur in meinem 10-Euro-Aufpreis-extended-Eco-Sitz schlafen. Das hat mir aber schon auf dem Hinflug so eine Katastrophe von einem Kind versaut. Aber egal, es war ja Urlaub und ich konnte mich auf Entspannung bei 18 Grad und Regen freuen. Nein, das war jetzt nicht das Wetter in Deutschland sondern auf Mallorca.
Um das gleich von Anfang an klar zu stellen: Ich habe nicht in Palma und auch nicht in El Arena übernachtet; ich war in Santa Ponsa. Das ist da, wo Frau Katzenberger ihr Café hat. Das hilft jetzt auch keinem weiter, aber das wollte ich gesagt haben. Es liegt ganz im Süd-Westen oder auch einfach unten links. Anstatt 2 Sterne mit Kakerlaken und schlafen am Strand gab es dort ein sehr schönes Appartement im mexikanischen Stil direkt am Meer. Also kein Saufurlaub sondern einfach nur Entspannung bei (geplant) schönen Wetter. Womit ich natürlich nicht behaupten will, dass man mit Alkohol nicht entspannen kann.
Das Programm war aber ein anderes. Es begann mit Wandern. Ich dachte ja Nico (also der andere) scherzt ein wenig, als er das angekündigt hat, aber es war ihm ernst. Ist nun nicht mein Lieblingshobby, aber ein bisschen Bewegung kann nicht schaden. Ich hätte mir vielleicht Sorgen machen sollen, als ich gesehen habe, wie sich unsere Führer für die Wanderung ausstatten, aber ich dachte Sonnencreme und Bootsschuhe müsste schon irgendwie reichen. Weit gefehlt. Ich weiß ja nicht, ob das normal ist, aber so Wanderführer sind relativ unspezifisch geschrieben. Gehen Sie da lang, dann sehen Sie einen Hang, da gehe sie runter. Da ist ein Weg, dem folgen Sie bis zur Kuppe... und so weiter. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Bei der Angabe "vor Ihnen ist ein Steilhang, gehen Sie ihn entlang und steigen Sie nach links auf" sind wir dann gescheitert. Es gab noch den entscheidenden Hinweis, dass man sich nicht zu weit links halten sollte, ich gebe aber zu, dass das Interpretationspielraum lässt. Wir gingen also zu weit links hoch.
Woher ich das weiß? Als wir oben ankamen, waren wir von Dornen zerstochen, sind auf allen Vieren den Berg hochgekrochen und waren etwas fertig, während uns von weiter rechts ganz gemütlich eine Gruppe von Rentnern entgegenkam. Dass wir falsch sind, hätte uns spätestens dann auffallen müssen, als wir eine Ziege auf dem Weg getroffen haben... das war auch der Augenblick, in dem einer der Gruppe erwähnte, dass er übrigens Höhenangst hat.
An dem Tag hat sich dann auch noch eine Gruppe Rentner über uns lustig gemacht "Mit den Schuhen? Pffff" was wir ignorierten, nur um kurz danach den ersten verstauchten Knöchel zu haben. Die Weisheit des Alters. Alles in allem also keine Malle-Vorurteile erfüllt... aber da ich Vorurteilen vertraue, hatte ich halt nur für die gepackt. Und nein, ich habe mir den Knöchel nicht verstaucht. Da ich keine Socken anhatte, waren meine Füße aber nach 4 Stunden trotzdem hinüber. Hallo Erholung! Abends haben wir dann noch eine Sonderaufführung von "Vom Winde verweht" am Grill auf dem Balkon aufgeführt. Turner bestand darauf, eine Wurst wirklich auf dem Grill zuzubereiten. Das Ergebnis war geschmacklich auch so eine Art verstauchter Knöchel.
Woher ich das weiß? Als wir oben ankamen, waren wir von Dornen zerstochen, sind auf allen Vieren den Berg hochgekrochen und waren etwas fertig, während uns von weiter rechts ganz gemütlich eine Gruppe von Rentnern entgegenkam. Dass wir falsch sind, hätte uns spätestens dann auffallen müssen, als wir eine Ziege auf dem Weg getroffen haben... das war auch der Augenblick, in dem einer der Gruppe erwähnte, dass er übrigens Höhenangst hat.
An dem Tag hat sich dann auch noch eine Gruppe Rentner über uns lustig gemacht "Mit den Schuhen? Pffff" was wir ignorierten, nur um kurz danach den ersten verstauchten Knöchel zu haben. Die Weisheit des Alters. Alles in allem also keine Malle-Vorurteile erfüllt... aber da ich Vorurteilen vertraue, hatte ich halt nur für die gepackt. Und nein, ich habe mir den Knöchel nicht verstaucht. Da ich keine Socken anhatte, waren meine Füße aber nach 4 Stunden trotzdem hinüber. Hallo Erholung! Abends haben wir dann noch eine Sonderaufführung von "Vom Winde verweht" am Grill auf dem Balkon aufgeführt. Turner bestand darauf, eine Wurst wirklich auf dem Grill zuzubereiten. Das Ergebnis war geschmacklich auch so eine Art verstauchter Knöchel.
Kommen wir zu Tag 2. Da Turner und ich noch nie am Ballermann waren, hat sich Konrad schweren (wirklich ganz schweren) Herzens dazu erbarmt, für uns den Fremdenführer in El Arenal zu spielen. Der anderen Teil der Gruppe war noch mal wandern, was zwei Mädels vor eine schwierige Entscheidung stellte. Wander oder mit den Jungs nach El Arena. Sie haben sich für das Mallorca-Grundprogramm entschieden. So haben wir also den letzten Tag der Bundesliga in der Mega-Arena (oder auch Mega-Park) verfolgt, was zugegebener Maßen am Anfang etwas anstrengend war. Außer bei den Jugendräumen in Rambach habe ich es noch nie erlebt, dass schon um 15:00 Uhr der Boden klebt, so dass man sich kaum noch fortbewegen kann. Trotz miesem Wetters war auch Oberköperfrei oder Fußballtrikot (mag auch Handball gewesen sein) für Männer Pflicht. Alternativ waren auch Kostüme erlaubt. Alles nicht so mein Ding.
Aber zum Glück gibt es den sozialen Katalysator Alkohol und ich muss sagen, dass es mir nach jedem Bier besser gefallen hat. Man hat kostenlose Unterhaltung (dagegen sind "Familien im Brennpunkt", "Berlin Tag und Nacht" und wie sie alle heißen der letzte Schrott), Musik, bei der man problemlos mitsingen kann, und was mich überrascht hat; keine Aggressionen. Zumindest noch nicht um die Uhrzeit. Aus einer Schlägerei wäre aber auch nicht viel geworden. Ein Besucher hat es schon geschafft bei dem Versuch, der Kellnerin auf den Po zu hauen, so daneben zu liegen, dass er fast umgefallen ist und dabei noch seine Sonnenbrille verloren hat. Die musste er dann in einem hilflosen Versuch, der selbst Mr. Bean alle Ehre gemacht hätte, wieder vom Boden aufheben. Herrlich. Und trotzdem kam danach ein Mädel an, dass ihn einfach an der Hand nahm und wohl mit auf ihr Zimmer nehmen wollte. Ihre Freundin schob ihn aber zwei Minuten später wieder zurück an den Tisch, von dem er kam, und meinte "den nimmst du nicht mit". Freundinnen können so streng sein!
In der Mega-Arena gab es auch noch ein Phänomen, das ich noch nirgendwo auf der ganzen weiten Welt gesehen habe. Eine Schlange vor dem Männerklo, während bei den Frauen alles frei war! Ich denke, dass das die Geschlechterverteilung ganz gut und abschließend beschreibt.
Trotzdem scheinen sich die Männer keine größeren Sorgen um den Frauenanteil zu machen. Ich möchte zitieren "Vergiss die F*tzen. Die F*tzen sind so easy, die treffen wir heute abend um 10." Wäre ich Lyriker, ich würde gerne noch ein wenig über diese Perle der deutschen Sprache nachdenken. Was mich fasziniert ist, dass der Kerl, der das gesagt hat, aus meiner Sicht ein Student war. Die größten Assis am Leeheimer See waren ja auch immer die Maschinenbauer aus Darmstadt. Das gibt mir doch sehr zu denken... ich habe während des Studiums wohl einiges verpasst. Spaaaaaaß.
Der Mann hat für mich aber auch eine der besten Aktionen des Urlaubs hingelegt, als er auf der Straße stehend sein Gemächt richtete (d.h. Hand in der Hose), um seine entgegenkommenden Kumpel dann gleich mal ein High 5 anzubieten. Der schlägt natürlich sofort ein. Jetzt wissen wir auch alle, wie sexuelle Krankheiten ganz ohne sexuellen Kontakt übertragen werden können. Vielleicht beruhigt das ja den ein oder anderen, der dachte, dass sein Partner auf Mallorca fremd gegangen ist.
Abends sind wir aber schon wieder nach Palma gefahren, wo ich seit langem mal wieder Fisch gegessen habe. Ich kann bestätigen, dass ich immer noch allergisch bin. Woher soll man auch wissen, dass in Kroketten Fisch sein kann?
Nach ein paar Mojitos ging es dann noch in eine Karaoke Bar in Santa Ponsa, in der ich eingeschlafen bin. Nach allem, was ich gesehen (eine irische Walschule hatte sich in das Lokal verirrt) und gehört (eine Gruppe Deutscher, die mir alle sehr bekannt vorkamen, aber üüüüüberhaupt nicht singen konnten) war das aber auch in Ordnung. Ich habe mit Konrad noch "Rayando el sol" gesungen, wobei wir zwei mit Sicherheit die einzigen waren, die dort Spanisch gesprochen haben. Konrad hat am nächsten Tag festgestellt, dass das Stück ja auch im Original zweistimmig ist und wir somit die Aufgabe perfekt erfüllt haben. Ich möchte das so unkommentiert stehen lassen.
Dann war schon Sonntag und endlich mal richtig gutes Wetter. Also an den Pool gelegt und auch ins Meer gesprungen. Im Gegensatz zum Pool hatten die Spanier aber vergessen, das Meer vorzuheizen, weswegen das ein sehr kurzer Ausflug wurde. Abends haben wir uns dann noch ein paar Böötchen (wie schreibt man das?) in einem Yachthafen angeschaut, von denen ich das eine oder andere nehmen würde. Aber leider viel zu viel Motor und zu wenig Segel. Das war es dann auch.
Montag war dann die Nordwest-Küste von Mallorca unser Ziel, die wir zum großen Teil abgefahren sind. Es wird den ein oder anderen überraschen, aber für mich persönlich sah die Landschaft da überall ziemlich ähnlich aus. Also links Wasser und rechts Steilhang mit Pinien und Grasbüscheln. Kann man machen, muss man aber nicht. Highlight war die Kirche in Valdemossa... nicht wegen der Kirche, sondern wegen des russischen Paares, das dort war. Wie machen die das nur, dass man die sofort erkennt? Gut... der Mann hatte einen russischen Trainingsanzug an. Die Frau hingegen möglichst wenig.
Abends gab es dann aber noch mal ein perfektes Abendessen. Turner und ich hatten "Fleisch vom Vulkansteine", was im Endeffekt ein Tischgrill mit Rindfleisch war; aber was für Fleisch. Wirklich perfekt. Und als ich meinte, dass ich noch Hunger habe, habe die uns umsonst noch eine zweite Portion serviert. Das könnte einige der wirtschaftlichen Probleme der Spanier erklären, kam bei mir aber sehr gut an. Auch beim Digestif sahen sie es nicht so eng. Man bezahlt einen und bekommt eine ganze Flasche auf den Tisch gestellt. Gut, beim Hierbas gibt es eine natürliche Grenze, die sehr schnell erreicht ist, aber vom Grundsatz her, ist das ein super System.
Am Dienstag ist dann Minigolf wortwörtlich ins Wasser gefallen, weswegen das Programm aus Einkaufszentrum in Palma und Stadtzentrum von Palma bestand. Dann noch an den Flughafen, zwei Stunden das Kind ausgehalten, dass immer auf dem Tisch in der Reihe dahinter getrommelt hat, im Zug nach Frankfurt, um 02:00 nachts in Lohr und um 07:00 Uhr auf der Arbeit. Weg war die Erholung.
Das Kind hatte übrigens eine deutsche Mutter und einen englischen Vater und hat wirklich das Schlechteste aus beiden Welten vereint. Neben mir war ein wirklich gut erzogenes Kind, dass dann auch mal böse nach hinten geschaut hat, weil quasi auf seiner Rückenlehne rumgetrommelt wurde, worauf sich das Mistkind noch bei seiner Mutter über den Blick beschwerte. Wie es sich für eine gute Mutter gehört, erklärt sie "der guckt so, weil du auf seinem Sitz rumtrommelst". Den Hinweis hat ihr Sohn dann so verstanden, dass er weiter trommeln muss. Was für die Mutter aber auch vollkommen in Ordnung war. Die ganzen Sauftruppen haben hingegen friedlich geschlafen. Was lernen wir daraus? Genau!
Ich hoffe ich konnte hiermit die größten Vorurteile über Mallorca widerlegen, auch wenn ich doch eine Nacht draußen geschlafen habe. Das lag aber daran, dass ich auf Grund irgendeiner allergischen Reaktion in der Wohnung keine Luft mehr bekommen habe und mich dann auf den Balkon gelegt habe.
Aber zum Glück gibt es den sozialen Katalysator Alkohol und ich muss sagen, dass es mir nach jedem Bier besser gefallen hat. Man hat kostenlose Unterhaltung (dagegen sind "Familien im Brennpunkt", "Berlin Tag und Nacht" und wie sie alle heißen der letzte Schrott), Musik, bei der man problemlos mitsingen kann, und was mich überrascht hat; keine Aggressionen. Zumindest noch nicht um die Uhrzeit. Aus einer Schlägerei wäre aber auch nicht viel geworden. Ein Besucher hat es schon geschafft bei dem Versuch, der Kellnerin auf den Po zu hauen, so daneben zu liegen, dass er fast umgefallen ist und dabei noch seine Sonnenbrille verloren hat. Die musste er dann in einem hilflosen Versuch, der selbst Mr. Bean alle Ehre gemacht hätte, wieder vom Boden aufheben. Herrlich. Und trotzdem kam danach ein Mädel an, dass ihn einfach an der Hand nahm und wohl mit auf ihr Zimmer nehmen wollte. Ihre Freundin schob ihn aber zwei Minuten später wieder zurück an den Tisch, von dem er kam, und meinte "den nimmst du nicht mit". Freundinnen können so streng sein!
In der Mega-Arena gab es auch noch ein Phänomen, das ich noch nirgendwo auf der ganzen weiten Welt gesehen habe. Eine Schlange vor dem Männerklo, während bei den Frauen alles frei war! Ich denke, dass das die Geschlechterverteilung ganz gut und abschließend beschreibt.
Trotzdem scheinen sich die Männer keine größeren Sorgen um den Frauenanteil zu machen. Ich möchte zitieren "Vergiss die F*tzen. Die F*tzen sind so easy, die treffen wir heute abend um 10." Wäre ich Lyriker, ich würde gerne noch ein wenig über diese Perle der deutschen Sprache nachdenken. Was mich fasziniert ist, dass der Kerl, der das gesagt hat, aus meiner Sicht ein Student war. Die größten Assis am Leeheimer See waren ja auch immer die Maschinenbauer aus Darmstadt. Das gibt mir doch sehr zu denken... ich habe während des Studiums wohl einiges verpasst. Spaaaaaaß.
Der Mann hat für mich aber auch eine der besten Aktionen des Urlaubs hingelegt, als er auf der Straße stehend sein Gemächt richtete (d.h. Hand in der Hose), um seine entgegenkommenden Kumpel dann gleich mal ein High 5 anzubieten. Der schlägt natürlich sofort ein. Jetzt wissen wir auch alle, wie sexuelle Krankheiten ganz ohne sexuellen Kontakt übertragen werden können. Vielleicht beruhigt das ja den ein oder anderen, der dachte, dass sein Partner auf Mallorca fremd gegangen ist.
Abends sind wir aber schon wieder nach Palma gefahren, wo ich seit langem mal wieder Fisch gegessen habe. Ich kann bestätigen, dass ich immer noch allergisch bin. Woher soll man auch wissen, dass in Kroketten Fisch sein kann?
Nach ein paar Mojitos ging es dann noch in eine Karaoke Bar in Santa Ponsa, in der ich eingeschlafen bin. Nach allem, was ich gesehen (eine irische Walschule hatte sich in das Lokal verirrt) und gehört (eine Gruppe Deutscher, die mir alle sehr bekannt vorkamen, aber üüüüüberhaupt nicht singen konnten) war das aber auch in Ordnung. Ich habe mit Konrad noch "Rayando el sol" gesungen, wobei wir zwei mit Sicherheit die einzigen waren, die dort Spanisch gesprochen haben. Konrad hat am nächsten Tag festgestellt, dass das Stück ja auch im Original zweistimmig ist und wir somit die Aufgabe perfekt erfüllt haben. Ich möchte das so unkommentiert stehen lassen.
Dann war schon Sonntag und endlich mal richtig gutes Wetter. Also an den Pool gelegt und auch ins Meer gesprungen. Im Gegensatz zum Pool hatten die Spanier aber vergessen, das Meer vorzuheizen, weswegen das ein sehr kurzer Ausflug wurde. Abends haben wir uns dann noch ein paar Böötchen (wie schreibt man das?) in einem Yachthafen angeschaut, von denen ich das eine oder andere nehmen würde. Aber leider viel zu viel Motor und zu wenig Segel. Das war es dann auch.
Montag war dann die Nordwest-Küste von Mallorca unser Ziel, die wir zum großen Teil abgefahren sind. Es wird den ein oder anderen überraschen, aber für mich persönlich sah die Landschaft da überall ziemlich ähnlich aus. Also links Wasser und rechts Steilhang mit Pinien und Grasbüscheln. Kann man machen, muss man aber nicht. Highlight war die Kirche in Valdemossa... nicht wegen der Kirche, sondern wegen des russischen Paares, das dort war. Wie machen die das nur, dass man die sofort erkennt? Gut... der Mann hatte einen russischen Trainingsanzug an. Die Frau hingegen möglichst wenig.
Abends gab es dann aber noch mal ein perfektes Abendessen. Turner und ich hatten "Fleisch vom Vulkansteine", was im Endeffekt ein Tischgrill mit Rindfleisch war; aber was für Fleisch. Wirklich perfekt. Und als ich meinte, dass ich noch Hunger habe, habe die uns umsonst noch eine zweite Portion serviert. Das könnte einige der wirtschaftlichen Probleme der Spanier erklären, kam bei mir aber sehr gut an. Auch beim Digestif sahen sie es nicht so eng. Man bezahlt einen und bekommt eine ganze Flasche auf den Tisch gestellt. Gut, beim Hierbas gibt es eine natürliche Grenze, die sehr schnell erreicht ist, aber vom Grundsatz her, ist das ein super System.
Am Dienstag ist dann Minigolf wortwörtlich ins Wasser gefallen, weswegen das Programm aus Einkaufszentrum in Palma und Stadtzentrum von Palma bestand. Dann noch an den Flughafen, zwei Stunden das Kind ausgehalten, dass immer auf dem Tisch in der Reihe dahinter getrommelt hat, im Zug nach Frankfurt, um 02:00 nachts in Lohr und um 07:00 Uhr auf der Arbeit. Weg war die Erholung.
Das Kind hatte übrigens eine deutsche Mutter und einen englischen Vater und hat wirklich das Schlechteste aus beiden Welten vereint. Neben mir war ein wirklich gut erzogenes Kind, dass dann auch mal böse nach hinten geschaut hat, weil quasi auf seiner Rückenlehne rumgetrommelt wurde, worauf sich das Mistkind noch bei seiner Mutter über den Blick beschwerte. Wie es sich für eine gute Mutter gehört, erklärt sie "der guckt so, weil du auf seinem Sitz rumtrommelst". Den Hinweis hat ihr Sohn dann so verstanden, dass er weiter trommeln muss. Was für die Mutter aber auch vollkommen in Ordnung war. Die ganzen Sauftruppen haben hingegen friedlich geschlafen. Was lernen wir daraus? Genau!
Ich hoffe ich konnte hiermit die größten Vorurteile über Mallorca widerlegen, auch wenn ich doch eine Nacht draußen geschlafen habe. Das lag aber daran, dass ich auf Grund irgendeiner allergischen Reaktion in der Wohnung keine Luft mehr bekommen habe und mich dann auf den Balkon gelegt habe.
